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Julia A. Jorges

10.12.2022

Ein paar persönliche Worte zum “Nationalen Roman-Schreib-Monat”

Seit einigen Jahren steht der November ganz im Zeichen des Schreibens, mit dem Ziel, nach 30 Tagen einen Roman-Erstentwurf mit einer bestimmten Anzahl Wörter, meist 50.000, aufs Papier bzw. die Datei gebracht zu haben. Für viele Autoren ist das eine gute, motivierende Sache. Ich habe noch nie am NaNoWriMo (”National Novel Writing Month”) teilgenommen und werde auch zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit davon absehen, aus drei Gründen:

1. Wenn irgend möglich, schreibe ich ohnehin täglich.

2. Eine von außen vorgegebene Wort- oder Zeichenzahl erzeugt bei mir Druck. Druck erzeugt Stress und auf Stress reagiere ich sehr empfindlich, oft auch körperlich. Für mich funktionieren nur an meine persönlichen Möglichkeiten angepasste und selbstgesteckte Ziele für den Tag, die Woche, den Monat, das Jahr.

3. Ich bin kein “Gruppenmensch”. Das Gemeinschaftsgefühl, das der NaNoWriMo hervorrufen soll (und das funktioniert, sonst würde er nicht jedes Jahr aufs Neue ausgerufen werden), verpufft bei mir. Das Wissen, dass zigtausend andere Autoren gerade ebenfalls mit Schreiben beschäftigt sind, erzeugt bei mir keinen Widerhall. Jeder mag schreiben, wann und wie viel er oder sie kann und möchte. Auf meine eigene Arbeitsmotivation hat das keinen Einfluss.  

 

Admin - 05:49 @ Allgemein | Kommentar hinzufügen

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